27/2205 Demokratie im Wandel: Von historischen Abbrüchen und den Herausforderungen der Gegenwart

31.05. – 04.06.2027

Im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert durchliefen europäische Gesellschaften tiefgreifende politische Transformationen: von demokratischen Aufbrüchen über nationalistische und staatssozialistische Systeme bis hin zur Etablierung stabiler demokratischer Ordnungen und der europäischen Einigung.

 

Diese wechselvollen historischen Erfahrungen prägen das politische Selbstverständnis vieler Länder bis in die Gegenwart – nicht zuletzt angesichts aktueller Herausforderungen wie Globalisierung, Digitalisierung und der Zukunft der EU als politischem Projekt.

Das Seminar nimmt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit auf eine historische, politische und gesellschaftliche Entdeckungsreise. Im Zentrum stehen Vorträge mit Diskussionen, Erkundungen historischer Erinnerungsorte sowie der Austausch darüber, wie sich Erfahrungen von Nationalismus und Staatssozialismus zu gegenwärtigen Entwicklungen wie europäischer Integration, Globalisierung und Digitalisierung in Beziehung setzen lassen.

Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis dafür zu entwickeln, welche Faktoren demokratische Ordnungen destabilisieren oder festigen können – und welche Verantwortung dem Einzelnen dabei zukommt, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit auch unter den Bedingungen einer zunehmend globalisierten und digitalisierten Welt zu bewahren.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sollen erkennen, dass

  • Demokratie keine Selbstverständlichkeit, sondern Ergebnis schwieriger gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse.
  • politische Systeme stets in Bewegung sind - je nach Krisen, Führungsfiguren und gesellschaftlicher Stimmung.
  • autoritäre Tendenzen oft schleichend beginnen und Zustimmung in der Bevölkerung finden.
  • aktive Bürgerbeteiligung und Bildung langfristig Demokratien stärken können.
  • Teilhabe und Inklusion aller gesellschaftlichen Gruppen Voraussetzung für eine lebendige und legitimierte Demokratie sind.
  • der Schutz natürlicher Lebensgrundlagen und eine wirksame Antwort auf den Klimawandel zu den zentralen Zukunftsaufgaben demokratischer Staaten gehören.
  • innere und äußere Sicherheit wesentliche Voraussetzungen dafür sind, dass Freiheit und Rechtsstaatlichkeit dauerhaft Bestand haben.
  • Freiheit, Recht und Solidarität das Fundament einer wehrhaften Demokratie bilden.

Seminarleitung: Ulrike Triebel - Bildungshaus Zeppelin & Steinberg

Referenten:  Dr. Christian Werkmeister und Helmut Lehnhoff 

Preis: 560 Euro inkl. Übernachtung und Vollverpflegung im EZ

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