20/1002 Warum und zu welchem Zweck ist Deutschland eine Demokratie?

06.03. - 08.03.2020

Kann man die Staatsform der Demokratie unter Nützlichkeitserwägungen befragen? Selbstverständlich, sagt Referent Bernd Riedel, von Haus aus Historiker und früherer Lokalredakteur.

Der Titel des Seminars eröffnet eine spielerischen Zugang zum schwierigen, weil äußerst komplexen Thema der Demokratie: Er halte es in einer Zeit „in der antidemokratische Kräfte zu erstarken scheinen und das Fenster des Sagbaren immer weiter aufgerissen wird, für enorm wichtig, dass nicht Experten oder hochrangige Politiker, sondern wir, das Fundament des Staates, die Staatsbürger, die Träger von Grundrechten und die Quelle aller staatlichen Gewalt, uns die Regeln der zweiten deutschen Demokratie immer wieder bewusst machen, um sie zu erhalten“, sagt Riedel.

Es wird in dem dreitägigen Seminar um die Geschichte des Wortes Demokratie, um die Geschichte und Theorie der Demokratie, der antiken wie der modernen, gehen. Der so geläufige Begriff des Staatsbürgers offenbart einen Teil dieser Geschichte: Er hat seine Wurzeln in dem Begriff des Bürgers, eines Bewohners entstehender Städte, einer Bezeichnung, die im Hochmittelalter, der Phase höchster sozialer Mobilität, entstand. Die Teilnehmer werden zusammen mit dem Referenten folgenden Fragen nachgehen: Welche Grundrechte gibt es in Deutschland und wo sind sie garantiert? Woher stammt das Grundrecht der Freizügigkeit und wer braucht es? Wieso haben wir Religionsfreiheit? Wem ist diese seltsame Art von Freiheit zu verdanken und zu was ist sie nütze? Was sind Menschenrechte und warum werden sie weltweit eingefordert?

Auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse, kann die Hauptfrage beantwortet werden: Welchen Sinn und Zweck könnte es haben, dass Deutschland eine Demokratie ist und keine Autokratie, Diktatur oder Oligarchie? Das Seminar vermittelt einen Zugang zum Grundgesetz und zu den historischen Grundlagen der zweiten deutschen Demokratie. Und es will die Teilnehmer zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhältnis zur Bundesrepublik und zur Idee der Demokratie anregen.

Um Demokratie  plastischer zu erleben, werden Teilnehmer und Referent gemeinsam eine Parlamentssituation simulieren, in der Fraktionen im Parlament eine fiktiven Antrag des Landes Bayern behandeln, diskutieren und über den sie beschließen müssen.

Teilnahmevoraussetzungen: keine, außer einem wachen Geist. Wer sich vorbereiten möchte, dem sei die Lektüre des Grundgesetzes (Grundrechtsteil) ans Herz gelegt. Auch ein Blick in die frühe Historie der Stadt, in der jeder Teilnehmer wohnt, insbesondere in die Phase der Entstehung oder Gründung, könnte die Diskussion im Seminar ungemein befruchten. 

Lernziele:

  • Geschichte und Theorie der Demokratie kennenlernen
  • Diskurs zu Grundrechten und Menschenrechten
  • Anregung zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhältnis zur Bundesrepublik

Seminarleitung: Heiko Eifling - Bildungshaus Zeppelin & Steinberg

Referent:  Bernd Riedel

Preis: 155 € inkl. Übernachtung und Verpflegung im EZ, 85 € für Freundeskreis und Förderkreis Mitglieder 

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